Einen Sack Flöhe hüten ist einfacher – KI Fazit, Stand Juli 2026

Kennst du Dein System/Programmiersprache/Stack aus dem FF, weißt bis ins Detail, was zu tun ist, und kannst dadurch KI präzise anleiten, kann KI hilfreich sein –  tust du das nicht, kannst du nicht beurteilen, ob das, was dir KI gebaut hat gut, schlecht, overengeneered, falsch oder gefährlich ist.

Insgesamt vermisse ich das I in KI, die Intelligenz. In meinen größeren KI Projekten (Scotty KI Chatbot 2024, Team Island AI (inkl. OpenClaw), Woocommerce Produkt-KI-Berater) bislang war KI der Schwachpunkt, sie ist bei der Qualität ihres Outputs nicht gleichbleibend zuverlässig genug und eben nicht so intelligent wie gedacht …und bei unbedarftem Einsatz (OpenClaw, Hermes…) sogar gefährlich.

Weitere Probleme:

  • „Aber es sollte eigentlich funktionieren“ …zumindest momentan!?..oder?? Kunden, die geblendet von den schönen neuen Möglichkeiten (Marketing, Clickbait, Fomo haben ganze Arbeit geleistet) KI trunken vibecoden, wieder mit dem Lasso einfangen müssen (Erzeugung von overengeneertem KI Slop, wildem Technologie-Potpurri, Dependency-, Wartungs-, Bug-Höllen …) samt stillschweigender Prämisse, dass der Slop, wenn er in Produktion dann doch nicht so funktioniert wie gedacht (wer hätte es gedacht), dann irgendwie die Fachkräfte fixen werden und letztendlich so die Verantwortung dafür übernehmen, implizit – anstatt von vornherein mit offenen Karten zu spielen und ihnen gleich von Anfang an die Planung und Umsetzung überlässt. Beispiel-Fix vor Kurzem: 3-Zeilen Shortcode anstatt 100-Zeilen mu-plugin. Die Lösung war: KI aus, eigener Kopf an. KI hatte sich regelrecht selbst in ihre eigne überkomplexe Lösung „verliebt“ und begann zu rotieren als keine ihrer Fixings zum Erfolg führte ….das muss man als Mensch erst einmal mitmachen.
  • Zweifelhafte Projektkommunikation. Hatte ich bislang darauf geachtet mit meinen Kunden kein Fachchinesisch zu sprechen haut es mir jetzt in den KI generierten Mails die IT-Akronyme und eingedeutschten Hype-Begriffe (ohne Witz: mit angehängtem Glossar) in „Bibelstärke“ nur noch so um die Ohren
  • Ebenso anstrengend, nervenaufreibend und zeitraubend: Feedback zu geben, wenn KI bei strukturellen Abläufen mal wieder „kreativ halluziniert“ hat und blindlings darauf vertraut wurde, dass das bestimmt schon irgendwie so richtig sein wird, ohne den KI-Output danach auf Plausi zu checken bevor er in die Welt geschickt wird, …warum auch, sonst wäre ja der eigene Vorteil perdu. Da macht das Team z.B. Dinge seit Jahren wie es gut und richtig ist, und im Ablaufplan steht es plötzlich wie aus heiterem Himmel „neu erfunden“, kurz: völlig falsch, und spätestens dann hat sich der Zeitvorteil eines einzelnen bei seinen Teammitgliedern mehrfach invertiert. Gelegentlich, und mit dem notwendigen Abstand, führen solche phantastischen Maschinen-Mails, zumindest bei einem selbst, zu heiteren Momenten …bei weniger Abstand zu richtig Ärger.
  • Der Arbeits-Rhythmus von Maschine und Mensch ist zu unterschiedlich, KI-Babysitting/Validating/Fakten-Check von vibegecodedetem KI-Slop anderer extrem anstrengend, zeitaufwendig und unerfüllend, die Gefahr des Ausbrennens ist gegeben

….und natürlich bist du ein Visionär! ….so wie mittlerweile Abermillionen andere auch 🙂

Frage mich gerade, wann es mit einem nächsten KI-Testballon weitergehen könnte. Dann wenn es eine neue Art wirklich intelligenter KI-Welt-Modelle gibt? Das Schweizer Käsegedächtnis-Problem gelöst ist? KI meine Abfallabfuhrtermine für ein ganzes Jahr fehlerfrei in meinen Kalender eintragen kann?

Eines steht nach meinen vergangenen drei KI-Experimenten fest, ich werde keine eigenen KI-Projekte mehr lancieren und die Augen für verlässliche und einfache Fertiglösungen offen halten. Problem dabei, mein Unternehmen ist so klein, dass ich eigentlich keine Art von KI-Assisstenz benötige. Schreiben würde ich mir nie nehmen lassen, bei meinem Hobby, der Spieleentwicklung ist es genau so, bleibt eigentlich nur der gezielte Einsatz in Kunden-Tasks und ein gelegentliches KI-Bild für einen meiner Blogbeiträge. Schauen wir, wie sich alles so entwickelt. Zum jetzigen Zeitpunkt heißt für mich erst einmal wieder KI-Pause in eigener Sache ….und das fühlt sich gut an …und es ist ja nicht so, dass sich in diesem Bereich die Dinge nicht wie von selbst weiter entwickeln würden 🙂 Geduld ist eine Tugend! …in der aktuellen KI-Wild-West-Phase wohl gültiger denn je …ein echter Vorteil.

*Das Bild ist KI generiert